LEDERPFLEGE


Wir empfehlen die Pflegeprodukte von Lederzentrum, Rohrsdorf: www.lederzentrum.de  

 

Lederpflege & Tipps

Eigenschaften von Fettleder:

Den edlen unverkennbar natürlichen Charakter, die Transparenz der Farben sowie das sich „Anfühlen wie Seide“ verdankt dieses Spitzenleder einer besonderen handwerklichen Gerbung. Bei Fettleder handelt es sich um naturbelassenes, farbgetränktes und nicht mit Farbe überdecktes Leder. Kleine Unregelmäßigkeiten im Leder, wie Insektenstiche oder Dornenrisse sind keine Fehler, sondern ein Zeichen der Echtheit und der Qualität dieses besonderen Softleders. Erkennungsmerkmal ist, wenn ein kleiner Tropfen Wasser rasch ins Leder aufgenommen wird und zu einer Verfärbung an dieser Stelle kommt, der nach Abtrocknung schnell verschwindet. Durch den hohen Fettanteil am Leder kann es in der ersten Zeit zum Austritt von Gerbstoffen an der Oberfläche kommen. Diese können sich auf die Kleidung übertragen, sind rein pflanzlich und mit jeder normalen Wäsche oder Reinigung fleckenlos entfernbar.

Es wurde bewusst darauf verzichtet, mit chemischen Mitteln oder Farbe defekte Stellen zu überdecken. Dies bedeutet, dass Verschmutzungen leichter in das Leder eindringen können.

 

Bei Verwendung von Imprägnierspray mehrfach ausgiebig einnebeln und immer gut trocknen lassen. Mit weichem Lappen leicht nachreiben. Diesen Vorgang auch während des Gebrauchs der Tasche von Zeit zu Zeit wiederholen. Das schließt jedoch nicht aus, dass hochwertiges Fettleder auch danach durch Nässe, Feuchtigkeit oder intensive Sonneneinstrahlung beschädigt werden kann. Bitte achten sie daher darauf - besonders wenn der Artikel noch neu ist - ihn vor Regen und starker Sonneneinwirkung zu schützen und jeden Kontakt mit Feuchtigkeit zu vermeiden. Für Farbechtheit und Wasserempfindlichkeit kann daher von Herstellerseite keine Garantie übernommen werden.

 

Folgendes können Sie zusätzlich selbst tun:

Wassertropfen mit einem weichen Tuch in das feuchte Leder einmassieren und trocknen lassen.

Aufgrund des hohen Fettgehaltes, der im Leder gebunden ist, kann es zu weißlichen Wolkenbildungen kommen, da das Leder regelrecht schwitzt. Es handelt sich hierbei keinesfalls um Schimmel. Diese „Wolken“ mit einem weichen Tuch abwischen. Eine Lederimprägnierung verhindert dies weitgehend.

Fettflecken verschwinden mit der Zeit von selbst - keine fettende Nappacreme verwenden.

Kratzer gründlich mit dem Handballen verreiben. Die im Leder gelösten Fette und Farbpigmente löschen den Kratzer regelrecht aus.

Wichtig: Leder nicht übermäßig pflegen! Eine gewisse Patina auf Leder wertet nicht ab. Lederkenner schätzen den Look des getragenen Leders als „Gewisse Etwas“, das Seele bzw. Charakter des Leders ausdrückt.

 

Grundregeln:

Voraussetzung für eine einwandfreie Pflegebehandlung ist eine von Schmutzresten gesäuberte Oberfläche.

Des weiteren müssen die Leder frei von durchgehender Nässe oder feuchten Stellen sein.

Bei Leder müssen alle Pflegebehandlungen mit Vorsicht ausgeführt werden. Wenn man sich über das zu erwartende Ergebnis nicht sicher ist, sollte die Behandlung zuerst an einer kleinen, nicht sichtbaren Stelle ausprobiert werden.

Verwenden Sie zur Pflege niemals aggressive Mittel (z. B. Fleckenentferner, Lösungsmittel, Terpentin, Möbelpolitur oder andere ungeeigneten Mittel).

Setzen Sie Leder möglichst nicht längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung aus.

Trocknen Sie nasses Leder nicht bei hoher Temperatur.

 

Angetrockneter Schmutz:

Neutralseife in lauwarmen Wasser auflösen und ein weiches Tuch damit befeuchten.

Das Leder großflächig abwischen, jedoch nicht durchfeuchten ! 

 

Flüssigkeiten, Speisen, Fette:

Sofort mit saugfähigem Papier oder Tuch aufnehmen. Nicht reiben! Verbleibende Fettflecken ziehen mit der Zeit ins Leder ein.

Auch wenn der Fleck noch so hartnäckig ist: keine lösungsmittelhaltigen Produkten verwenden, wie z.B. Terpentin, Fleckenentferner, Benzin, Bohnerwachs oder Schuhcreme.